Stolpersteine in Bergeborbeck

In  Bergeborbeck werden an insgesamt 14 Stolpersteinen den Menschen gedacht, die in unserer Nachbarschaft ihr letztes, freigewähltes zu Hause hatten. Alle 14 Persönlichkeiten wurden von den Nationalsozialisten verschleppt, zum Teil gefoltert und ermordet oder fanden den Tod in Gefangenschaft. 

 

Für diesen Quantensprung in der Erinnerungskultur haben wir dem Künstler Gunter Demnig zu danken. Er hat vor über 27 Jahren dieses Projekt in Köln begonnen und es nimmt als wachsendes Kunstwerk bis heute eine unglaubliche Entwicklung. In über 1.200 Städten, vor allem in Deutschland, aber auch im benachbarten Ausland, sind etwa 70 000 Stolpersteine verlegt. Davon 53 000 in Deutschland. In Essen wurden bis Ende 2018 insgesamt 358 Stolpersteine verlegt, weitere 17 sind geplant.


Sein großes persönliches Engagement zeigt sich auch darin, dass er die Stolpersteine – oft an sechs Tagen in der Woche – selbst verlegt. Bei den Stolpersteinen geht es um Erinnerung. Die Menschen, deren Familien unter der Naziherrschaft oft auseinandergerissen und zu Nummern degradiert wurden, werden so an ihrem letzten frei gewählten Wohnsitz wieder zusammengeführt und bekommen ihre Namen zurück.

 

Erinnerung hat aber auch eine Zukunftsdimension. Erinnerung soll uns wachsam halten, dass Ähnliches nie wieder passieren kann und darf. 

 

 

Wir gedenken den Bergeborbeckerinnen und Bergeborbeckern:

Theodor Hartz, Engelbert Ayon, Eli Löwenstein, Moritz Rosenbaum, Chaim Heinrich Schwarz, Jetchen Chan, Emma Chan, Adelheid Dublon, Anton Deuter, Hans van der Mee, Helmut Hawes, Johann Hannsjosten, Johannes Unterberg -genannt Pater Reinhold- sowie Anton Cretnik.

Portraits der 14 Stolpersteine in Bergeborbeck
Gedenken an den Stolpersteinen in Berge[...]
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Die Opfer des Nationalsozialismus
Bilder der Opfer des Nationalsozialismus[...]
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